Schauhäuser

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Die Schauhäuser

Das TropenhausTropenhaus plus angrenzende SchauhäuserDas Tropenhaus mit seinem 8m hohen Pultdach und einer Grundfläche von 143 qm wurde 1965 eröffnet. Durch die Südwestausrichtung des Hauses konnte eine optimale tropische Atmosphäre geschaffen werden, in der u.a. Palmen, Zuckerrohr, Zimtbaum, Elefantenfuß, Strelitzien und viele andere tropische Zier- und Nutzpflanzen ihre Heimat fanden.

Im TropenhausIn den Jahren 1994 und 1995 erfolgte nach 30 Jahren, durch Mitarbeiter des Gartenamtes, eine Umgestaltung des Tropenhauses. So entstand ein Bachlauf mit Reisterrasse (wilder Reis) und eine neu angelegte Sumpf- und Wasserbepflanzung. Damit die Besucher die Atmosphäre auf sich wirken lassen können, wurde anstelle des Rundweges in der Mitte des Hauses eine Sitzgelegenheit geschaffen.
Im Jahr 2006 wurde das alte Barsch-Aquarium des Tropenhauses durch ein ehrenamtliches Mitglied der Stiftung in ein „Vietnam-Biotop“ für Orchideen und Begleitpflanzen aus Südost-Asien umgestaltet. Die Barsche zogen in das zweite Aquarium im Vorbau zum Tropenhaus um.

Da im Rheinland die Anlage eines Botanischen Gartens mit Tropenhaus aus den 1950/60er Jahren eine Seltenheit darstellt, wurde dieses im Jahr 2010 unter Denkmalschutz gestellt.

Die Orchideenhalle beherbergt Orchideen mit den Schwerpunkt Mittel-und Südamerika und verbindet das Tropenhaus mit den übrigen Schauhäusern.

Das SukkulentenhausDie OrchideenhalleIm Sukkulentenhaus (von lateinisch sucus für „Saft“ bzw. suculentus für „saftreich“) befinden sich wasserspeichernde Pflanzen, die an besondere Klima- und Bodenverhältnisse angepasst sind. Eine der bekanntesten Arten der Sukkulenten sind die Kakteen, daher wird dieses Haus auch oft als Kakteenhaus bezeichnet. Zu den rund 250 im Haus ausgestellten Pflanzen gehören u.a. „die Königin der Nacht“ (blüht nur einmal pro Jahr nach Sonnenuntergang) oder die Melokakteen (auch als „Schwiegermutterstuhl“ bekannt) sowie Schlangen-,Felsen-, Säulenkakteen oder der Feigenkaktus. Zu den Sukkulenten zählen auch der „europäische Geldbaum“ oder der „Silberdollarbaum“ mit Ihren dicken, saftreichen Blättern.

Im Jahr 2005 wurde die Pflege des Sukkulentenhauses von einem ehrenamtlichen Stiftungsmitglied übernommen und die Beete umgestaltet.

Das BromelienhausDas Bromelienhaus umfasst mit ca. 220 Bromelienarten eine der größten – wenn nicht sogar die größte – Sammlung in NRW. Bromeliacae, auch Ananasgewächse genannt, erhielten ihren Namen vom schwedischen Arzt und Botaniker Olaf Bromel. Die Ananasgewächse mit ihren 58-63 Gattungen und 2900 bis 3180 Arten erreichten erstmals 1493 durch Christoph Kolumbus Europa.

Neben den Bromelien sind hier auch Bananenstauden, Vanille, fleischfressende Pflanzen und eine "Phragmipedium Insel“ zu besichtigen.

Das Bromelienhaus wurde in den 1980er Jahren niedergelegt und durch ein größeres an gleicher Stelle ersetzt. Die Schauhausfläche unter Glas wuchs dadurch auf 826 qm an.

Im Jahr 2005 wurde die Pflege des Bromelienhauses von einem ehrenamtlichen Stiftungsmitglied übernommen und die Beete wurden umgestaltet. Die Stadtwerke Solingen übernahmen die Patenschaft als Sponsor. 2011 wurden die „Energieschirme“ des Hauses erneuert, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Das MutterpflanzenhausIm „Mutterpflanzenhaus“ werden Pflanzen gepflegt und nachgezogen, die später in den Ausstellungshäusern zu besichtigen sind. Das Mutterpflanzenhaus ist nur an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Mit ein bisschen Glück kann man den ehrenamtlichen Stiftungsmitgliedern bei der Pflege und Nachzucht über die Schultern schauen. 2009 wurde das Dach mit Doppelstegplatten neu eingedeckt, um den Energieverbrauch zu senken.

Die Schauhäuser sind geöffnet an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr und von Montag bis Donnerstag von 10 bis 15.30 Uhr, das Mutterpflanzenhaus nur an Sonn- und Feiertagen. Hunde haben keinen Zutritt. Die Häuser sind barrierefrei über eine Rampe zu erreichen.

Seit den 1960er Jahren werden die Schauhäuser umweltfreundlich durch Fernwärme aus dem Müllheizkraftwerk beheitzt.

Mit dem „Kioskhaus“ wurde 2008 eine 55 qm große Lücke zwischen den Gewächshäusern geschlossen. Wie der Name schon sagt, betreiben die ehrenamtlichen Mitglieder der Stiftung hier von Ostersonntag bis Ende Oktober an Sonn- und Feiertagen in der Zeit von 14 bis 18 Uhr einen Kiosk. Neben selbstgebackenen Kuchen wird auch Kaffee, Tee, Eis und vieles mehr angeboten.

Text und Fotos: Matthias Nitsche