Terminkalender

Vernissage Skulpturenausstellung
Sonntag, 18. April 2021, 14:00 - 20:00

Eröffnung der Skulpturenausstellung „Stein–Zeit“ im Botanischen Garten in Solingen

Zwölf Skulpturen des Bildhauers Berthold Welter aus Leichlingen werden vom 18. April bis 5. September 2021 im Bereich des alten Friedhofs im Botanischen Garten Solingen von 8:00 bis 20:00 Uhr ausgestellt sein.

Sie werden sich an Bäume und Büsche anschmiegen, mehr versteckt als offen sichtbar. Anders als bei der Aufmerksamkeit heischenden Präsentaton auf einem Sockel oder auf einem offenen Platz muss man diese Arbeiten an ruhigen Fleckchen im Park aufspüren. Der Start der Ausstellung liegt ganz bewusst in der Zeit der Rhododendronblüte, die für die Skulpturen den Hintergrund bilden. Dem Besucher sollen sich Fragen stellen, z.B. über die steinalten Rhododendren im Park, über das Alter von Rhododendren überhaupt, über das Alter im Allgemeinen und über die Dauerhaftigkeit von Stein. Der Stein entstand in einer Zeit vor unserer Zeit, der Zeit, in der Stille herrschte und es nur die von der Natur hervorgebrachten Geräusche gab, und eben Steine und merkwürdige Wesen, Gewächse und Formen.

Mit den gezeigten abstrakten Skulpturen von Berthold Welter aus Stein, Stein kombiniert mit Holz oder Eisen, lassen sich Lebensformen assoziieren, die es so in Urzeiten gegeben haben könnte.

Mal wird der Betrachter mehr an Blüten, Samen oder Ähnliches erinnert, dann aber auch wieder an eher tierische Lebewesen. Macht sich der Besucher mit diesem Blick auf die Suche nach den bearbeiteten Steinen im Botanischen Garten, so taucht er ein in eine andere Zeit, die Assoziationen werden fließen und die Skulpturen und die Umgebung, in der sie sich befinden, verschmelzen zu einer gemeinsamen Geschichte.

Berthold Welter ist ein Künstler mit dem handwerklichen Hintergrund des Steinmetzes. Seine Werke zeichnen sich durch technische Perfektion aus, gepaart mit einer ungewöhnlichen, sensibel durchdachten Auswahl und Zusammenstellung der Materialien. Inspiriert wird er durch Formen der Natur, auch aus dem Wasser, die er jedoch nicht fotografiert oder skizziert. Um nicht der Gefahr einer bloßen Nachahmung zu erliegen, lässt er während des Arbeitsprozesses am Stein aus der Erinnerung heraus neue Wesen und Formen entstehen. In gewisser Weise gibt der Stein selbst die Form vor, die sich im Laufe des Arbeitsprozesses herauskristallisiert. Welter forscht nach dem Ursprung des Seins – und bedient sich dazu des Steins. Sein Ziel ist es, das Material selbst sprechen zu lassen. Die Erfahrung der über 40-jährigen Arbeit am Stein lässt die Skulpturen von Berthold Welter so selbstverständlich, so natürlich aussehen, dass die Schwere des Entstehungsprozesses nicht auch nur ansatzweise durchschimmert. Durch die Art der Präsentation verschmelzen Skulpturen und Garten miteinander. Und diese Natürlichkeit, diese Selbstverständlichkeit ist es, die den Anschein erweckt, als befänden sich die Skulpturen wie selbstverständlich dort, wo sie sind, als wären sie schon immer dort gewesen, seit ewiger Zeit, seit ihrer Zeit, seit der Stein–Zeit.

Treffpunkt: Eingang Gewächshäuser

Der Eintritt ist frei und der Kiosk geöffnet. Spenden für den Garten sind immer willkommen.

 
 
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