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Alpinum

Das Alpinum

Das Alpinum erstreckt sich über eine Fläche von 870,36 qm und bildet den höchsten Punkt des Gartens. Im Alpinum entspringt auch der Bach, der sich durch die Anlage schlängelt und am tiefsten Punkt des Gartens in den Teich mündet. Der Bach wird von zwei Wasseradern gespeist, die in ca. 20 m bzw. 40 m Tiefe liegen oder durch eine Pumpe, die das Wasser vom Teich noch oben befördert.
Im Alpinum findet man für den Alpenraum typische Pflanzen.

Nach Wuchsform und Ansprüchen unterscheidet man:
– Polsterstauden für Steinfugen und Mauerkronen,
– Mattenstauden incl. Zwiebelgewächse
– anspruchsvolle alpine Arten

Die im Alpinum wachsenden Pflanzen sind ausgesprochene Spezialisten, die sich an den Gebirgs-Standort mit hoher UV-Einstrahlung, kargen Wachstums-bedingungen und kurzer Vegetationszeit angepasst haben.

Auf unserem „guten Gartenboden“ würden sie binnen kürzester Zeit von heimischen Wildkräutern wie Gräsern, Vogelmiere, Hahnenfuß u.a. verdrängt werden, da die Spezialisten sehr konkurrenzschwach sind und außerdem empfindlich auf Düngung und Staunässe reagieren.

Der Boden des Alpinums musste daher künstlich abgemagert und dräniert werden und wegen des großen Unterschiedes zwischen dem Solinger und dem alpinen Klima ist es eine der pflegeintensivsten Flächen.

Ein großer Teil unserer „Alpenpflanzen“ wird in Kalkliebende und Kalkfliehendene Arten unterteilt

Kalkliebend:
Neben bekannten Polsterstauden wie Blaukissen (Aubrieta), Gänsekresse (Arabis) und Steinkraut (Alyssum) gehören zu den kalkliebenden Arten: Alpen-Aurikel (Primula ), Campanula (Glockenblume), Cyclamen (Alpenveilchen), Delphinium-Wildarten (Rittersporn), Gentiana (Sommer-Enzian), Geranium (Storchschnabel), Frühlings-Astern (Aster), Rosetten- und Polstersteinbrech (Saxifraga), Dachwurz (Sempervivum), Grasartiger Hahnenfuß (Ranunculus gramineus),

Kalkfliehend:
Gentiana (Herbst-Enzian), Moos- und Schattensteinbrech (Saxifraga), Fetthenne (Sedum)

Der Bach im Alpinum

Sie folgen dem nummerierten Rundgang unseres Lageplans durch den Botanischen Garten?
Dann wandern Sie als nächstes zum Mediteranen Garten (2) vor den Schauhäusern.

Text: Babara Azza; Matthias Nitsche / Fotos: Matthias Nitsche